"Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen köen." - Mark Twain
Es gibt viele L�nder auf der Welt. Jedes von diesen L�ndern hat eine bestimmte Kultur, bestimmte Traditionen und eine Mentalit�t. Bevor man in ein fremdes Land reist, ist es immer sivoll - auch we kurz - sich mit den Gebr�uchen des Landes zu befassen. Was darf man dort? Was darf man nicht? Dasselbe gilt auch f�r Deutschland.
Jede Gemeinschaft sei es die Familie, die Freunde oder die Kollegen braucht Regeln, durch diese wird das menschliche Zusammenleben bestimmt. We man zu einer Gemeinschaft geh�ren m�chte, sollte man in jedem Falle ihr Leits�tze beachten und sich nach ihnen richten. In diesem Sie wurden im folgenden einige Benimmregeln f�r Deutschland zusammengestellt.
F�r Reisende ist es hilfreich und wichtig, sich ein paar Sachen zu merken, we man Urlaub in Deutschland machen will. Hier sind ein Paar wichtige Punkte, die man unbedingt beachten sollte:
P�nktlichkeit:
We man irgendwo eingeladen ist, sich mit jemandem verabredet oder einen Termin hat, ist es in Deutschland sehr wichtig p�nktlich zu erscheinen. Sonst wird das als �rgerlich und sehr unh�flich empfunden. Z. B. gibt es viele L�nder auf der Welt, die nicht so eine Regelung haben. Beispielsweise sagt man in einigen Kulturen, dass man in 5 Minuten kommt, man meint aber eher in einer halben Stunde oder man hat sich zwar zu einem bestimmten Zeitpunkt verabredet, doch nimmt es nicht so ganz genau mit der Uhrzeit. Das sollte man auf jeden Fall in Deutschland vermeiden. We die Verabredung um 5 Uhr ist, sollte man auch genau um 5 Uhr erscheinen.
Der Brauch einander die Hand zu sch�tteln stammt aus l�ngst vergangenen Zeiten als man oft noch bewaffnet war und man sich nicht unbedingt freundlich gegen�ber trat. Das Ausstrecken der leeren Hand galt als Zeichen, dass man friedlich und unbewaffnet sein Gegen�ber begr��en wollte.
Ebenfalls aus fr�heren Zeiten stammt der Brauch, dass M�er bei der Begr��ung den Hut ziehen. Heutzutage gilt es nach wie vor als h�flich, we M�er bei der Begr��ung ihre M�tzen, Baseballkappen usw. abnehmen, falls sie sich in geschlossenen R�umen aufhalten. Bei einem Kirchenbesuch ist es bei M�ern angebracht die jeweilige Kopfbedeckung ganz abzunehmen und bei Frauen ist zu beachten, dass die Schultern bedeckt sein sollten und R�cke bis �ber die Knie reichen.
Bei der eigentlichen Begr��ung reicht der �ltere dem J�ngeren die Hand, der Vorgesetze dem Arbeitnehmer, die Dame dem Herrn. We einem nicht die Hand gereicht wird, beschr�nkt man sich darauf freundlich zu gr��en. Allgemein begr��t man sich immer, we einem das Gegen�ber bekat ist und man sich zuf�llig trifft. Dabei ist es auch sehr freundlich begleitende Personen einander vorzustellen. Nat�rlich ist es am besten, we man sein Gegen�ber bei der Begr��ung mit Namen anspricht. We eine Unsicherheit �ber die tats�chliche Anrede besteht, ka man seinen Gespr�chspartner auch fragen, wie er angesprochen werden m�chte, somit vermeidet man sp�tere Fettn�pfchen. Unter jungen Leuten, Arbeitskollegen oder sonstigen vertrauteren Personen reicht ein freundliches ‚Hallo’ mit einem L�cheln. �ltere Personen, Vorgesetze oder sonstige Respektpersonen werden am besten mit ‚Guten Tag’ begr��t und mit ‚Auf Wiedersehen’ verabschiedet.
Familie, Freunde und Bekate k�en nat�rlich individueller begr��t werden. Aus s�dlicheren L�ndern kommend ist der Wange-an-Wange-Gru� ein ziemlich beliebtes Ritual geworden, dabei h�lt man ein bisschen Abstand von seinem Gegen�ber, deoch handelt es sich hierbei um eine warmherzige Begr��ung.
Die Herren werden den Damen bekat gemacht, die J�ngeren den �lteren. Die Einzelperson wird der Gruppe gegen�ber bekat gemacht. Demnach wird der Rangniedere dem Rangh�heren vorgestellt. Beispiele f�r das richtige Bekatmachen: „Ich m�chte Sie gerne miteinander bekat machen.“ Oder: „Keen Sie schon....?“ We man sich selbst vorstellt: „Guten Tag, ich bin...“ Man macht sich bekat ohne Titel, aber mit Vor- und Nachnamen. Beim Bekatmachen durch Dritte werden Titel genat.
Begriffe wie „Gatte“ bzw. „Gattin“ gelten als veraltet und werden nicht mehr verwendet. Dahingehend wird von „Ma“ bzw. „Frau“ gesprochen. Veraltet ist auch die Frage: „Darf ich Sie bekat machen?“ Hier ist es besser zu sagen: „Das ist Herr A und das ist Frau B!“
Im Berufsalltag gibt die Hierachiestufe – unabh�ngig vom jeweiligen Geschlecht - das Bekatmachen vor. Vorgestellt wird immer der Rangniedere dem Rangh�heren. So wird beispielsweise der Praktikant dem Abteilungsleiter vorgestellt.
Eine Einzelperson wird immer der Gruppe gegen�ber vorgestellt. Dies besitzt sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben seine G�ltigkeit. Wer sich selber vorstellt hat etliche M�glichkeiten: „Ich hei�e Aika B�hler.“; „Meine Name ist Aika B�hler.“; „Ich bin Aika B�hler.“ Bei Empf�ngen oder gro�en Veranstaltungen reicht auch ein kurzes und knappes „B�hler“. Ansonsten l�uft man Gefahr sich st�ndig zu wiederholen oder sich zu verhaspeln.
Bei M�ern ist es nicht �blich sich mit „Ich hei�e Herr B�hler“ vorzustellen und ka heute als eine schlechte Art der Umgangsform bezeichnet werden. Das „Frau“ oder „Herr“ ka demnach auch entfallen, da es erkebar ist um welches Geschlecht es sich bei der jeweiligen Person handelt. Wer sich selber vorstellt tut dies mit Vor- und Nachnamen. Einander Vorstellen hei�t, dass keiner der vorzustellenden Gespr�chpartner �ber den anderen informiert ist. Bekatmachen hingegen bedeutet, dass ein oder auch beide Gespr�chspartner �bereinander informiert sind, sich aber noch nicht keengelernt haben.
Vorsicht bei der Verwendung von Redewendungen wie: „Gestatten“ bevor man sich selber vorstellt oder „Angenehm“ beim H�ndesch�tteln: sie gelten als veraltet. Besser hierbei ist auf einen Tagesgru� zur�ckzugreifen wie „Guten Tag“ oder „Guten Abend“.
Ein kurzer Kuss in der �ffentlichkeit ist kein Problem. Iige und lange K�sse hingegen sollten eher vermieden werden. Auf Feierlichkeiten sollte man sich ebenfalls zur�ckhalten. Es k�te anwesende alleinstehende Personen, die sich in keiner Partnerschaft befinden, beleidigen. Ungeachtet dessen k�te eine Schmuserei von Zuschauenden unangenehm empfunden werden, das sie m�glicherweise nicht wissen wohin sie schauen sollen.
Direktheit:
In Deutschland sagt man gerne direkt, we man etwas mittelten m�chte. Also man sollte nicht um den hei�en Brei herum reden oder andeuten und warten, bis der Gegen�ber es versteht. Zum Beispiel in England ist es genau anders herum. Es ist sehr unh�flich, jemanden direkt um etwas zu bitten. In Deutschland wiederum ist es wichtig, das zu tun, damit es nicht zu Missverst�ndnissen kommt. Es ist daher nicht unh�flich, in einem angemessen Ton direkt das Anliegen zu vermitteln.
Nicht Duzen:
Es ist hier nicht �blich, jemanden bei der ersten Begegnung zu duzen. We man zum Beispiel auf der Stra�e nach einer Adresse fragt, oder einen Termin vereinbart, sollte man stets h�flich bleiben und den Gespr�chspartner mit "Sie" ansprechen. Es sei de, er bietet es an, ihn zu duzen. Unter Studenten oder Sch�ler ist es eher normal, sich zu duzen. Doch bei fremden Menschen sollte man das vermeiden, um nicht als unh�flich aufgefasst zu werden.
We jemand mit schweren Einkaufst�ten versucht eine T�r zu �ffnen, sollte man freundlicherweise zu Hilfe eilen und die T�r aufhalten. We man den Kassierer an der Kasse ket reicht es ihm freundlich zuzunicken. Einkaufsregale, Kleiderst�nder etc. sollten so hinterlassen werden wie vorgefunden. Anprobierte Kleidung, die nicht gekauft wird, sollte auf den daf�r vorgesehenen Kleiderstangen vor der Kabine aufgeh�ngt werden. An der Kasse sollte nicht gedr�ngelt werden. Freundlich ist es auch Leute vorzulassen, die viel weniger einkaufen als man selbst. An der Kasse ist es eher unh�flich mit dem Handy zu telefonieren oder mit Kopfh�rer im Ohr seine Eink�ufe zu bezahlen.
Bargeld:
In Deutschland ka man zwar in den meisten Gesch�ften mit einer Karte bezahlen. Doch es gibt fast immer einen Mindestbetrag. Deswegen sollte man in solchen F�llen darauf achten, dass man Bargeld bei sich hat. In Restaurants sollte man schon Bargeld dabei haben, um eine m�glicherweise peinliche Situation zu vermeiden. Zudem ist in Restaurants Trinkgeld �blich und sehr willkommen.
Sich am Telefon vorstellen:
We man einen Anruft macht, stellt man sich in Deutschland �blicherweise vor, bevor man das Gespr�ch fortf�hrt. Das ist nicht selbstverst�ndlich f�r viele andere Kulturen, wo man eine Nummer w�hlt und da nach Frau oder Herr X fragt. Hier sollte man aber sich Erstmal kurz vorstellen, damit die andere Person wei�, mit dem sie zu tun hat und das Anliegen entgegen nehmen ka. Es w�re also recht unh�flich anzurufen, ohne kurz sich vor zu stellen.
Kein Smalltalk:
Ein anderer Punkt, der typisch f�r Deutschland ist, dass Deutsche keinen Smalltalk m�gen. Das ist wiederum in vielen anderen L�ndern recht willkommen. Das bedeutet, man sollte lieber etwas vorsichtig sein, bevor man jemand anderen zu einem Smalltalk dr�ngt. Genauso mag man in Deutschland nicht, private Fragen zu beantworten. Deswegen sollte man nicht einem fremden Menschen private Fragen stellen. Es kommt manchmal sogar vor, dass man sich mit jemandem unterh�lt, ohne nach dem Namen zu fragen, im Vergleich zu einigen anderen Kulturen, wo es �blich ist, fast alles zu fragen.
Die Stra�e nicht bei Rot �berqueren:
Nicht jeder beachtet die Verkehrsregeln. �fters �berquert man die Stra�e, we gerade keine Autos fahren. Deoch wird es in Deutschland erwartet, dass man die Stra�e nicht �berquert, bis es gr�n ist. Sonst k�te man hin und wieder von jemandem in einem eher unfreundlichen Ton angesprochen werden, dass man zu warten hat, bis die Ampel gr�n ist.
Vorsicht mit Radfahrern:
Es gibt meistens einen bestimmten Weg f�r die Radfahrer, der von ihnen gerne benutzt wird. Also sollte man aufpassen, wo man herl�uft und nicht die Radfahrer daran verhindern, den f�r sie bestimmten Weg zu benutzen. Es gibt aber fast immer einen Weg f�r Fu�g�nger. Daher sollte es kein Problem sein, auf der richtigen Seite zu gehen.
Auf Lautst�rke achten:
Ob man sich zu Hause befindet oder gerade in einem �ffentlichen Verkehrsmittel, sollte man stets darauf achten, die Nachbarn nicht zu st�ren. De in Deutschland legt man sehr viel Wert darauf, in Ruhe oder ohne St�rung zu arbeiten, sich zu erholen oder zu reisen. Es ist gar nicht un�blich, dass viele Menschen im Zug ein Buch , eine Zeitung oder eine Zeitschrift lesen und nicht m�chten, dass sie gest�rt werden. We man keine ver�rgerten Blicke auf sich ziehen m�chte, oder dass die Polizei in der Nacht auftaucht, sollte auf die Lautst�rke achten.
In �ffentlichen Verkehrmittel ka jeder einen freien Sitzplatz belegen. Mitgebrachte Taschen oder Koffer sollten lieber nicht auf dem Nebensitz abgestellt werden, da somit ein freier Sitzplatz besetzt wird. Au�erdem ist es sehr h�flich und respektvoll �lteren, gehbehinderten oder schwangeren Mitfahrern den eigenen Sitzplatz anzubieten, we im �ffentlichen Verkehrmittel keine anderen Sitzm�glichkeiten mehr vorhanden sind. Musik sollte so geh�rt werden, dass sie andere Fahrg�ste nicht bel�stigt. Ebenso ist es unangebracht sich lautstark am Handy oder mit Freunden in �ffentlichen Verkehrsmitteln zu unterhalten. Schwarzfahren sollte ebenso tabu sein. De die Fahrpreise werden st�ndig erh�ht, we immer weniger Leute mit Fahrschein fahren. Sie w�rden sogar niedriger werden, we alle Reisenden mit g�ltigen Fahrscheinen unterwegs w�ren. Im Zugabteil sollte man beim Eintritt die Mitreisenden freundlich begr��en �hnlich verh�lt es sich bei Sitznachbarn im Flugzeug. Nat�rlich sollte man sich demnach auch freundlich voneinander verabschieden.
Nicht u�tig Hilfe anbieten:
Es ist gl�cklicherweise f�r viele Menschen selbstverst�ndlich, jemandem Hilfe anzubieten, sei es beim �berqueren einer Stra�e oder in anderen Situationen. Obwohl die Hilfsbereitschaft eine wichtige Eigenschaft ist, sollte man nicht ohne zu fragen, einem fremden Menschen helfen. Am Besten fragt man h�flich, ob man helfen ka und we die andere Person zustimmt, erst da helfen. Sonst ka man andere Menschen ziemlich �rgern, falls sie keine Hilfe brauchen oder wollen.
Kinder sollten von ihren Eltern nicht in der �ffentlichkeit st�ndig ermahnt werden. Manche Erwachsenen m�chten durch Tadeln ihren Kinder den Mitanwesenden zeigen, dass sie ihren Kindern Manieren beibringen, aber dies k�te bei Dritten auch den Effekt aufweisen, dass die Kinder kein Benehmen haben, weil es ihnen zuhause nicht beigebracht wird. Des Weiteren sollte man sich auch Kindern gegen�ber h�flich verhalten. St�ndige Ermahnungen sind unangebracht und stellen Kinder in der �ffentlichkeit blo�. Erwachsene und insbesondere Eltern sollten ihre Vorbildfunktion nicht untersch�tzen. Blo�stellen und Unh�flichkeiten haben meist einen negativen Vorbildcharakter.
We jemand an einem vorbei zu seinem Sitzplatz m�chte, sollte man bei Veranstaltungen zum Beispiel im Kino oder bei Konzerten freundlich Platz machen. Wichtig ist es auch nicht mit der Kehrseite zu seinem Platz zu gehen, sondern von Angesicht zu Angesicht an den Sitzenden vorbei zu gehen. Versp�tungen sollten eher vermieden werden. P�nktlichkeit gilt als eine Art Respekterweisung seinen Mitmenschen gegen�ber. Jacken oder M�ntel k�en bei Veranstaltungen wie Konzert, Theater oder Disko meist an der Garderobe abgegeben werden. Im Kino ka man seine Jacke einfach �ber einen freien Sitzplatz h�ngen, we keine anderen G�ste mehr erwartet werden. Im Kino sollten Getr�nke und Popcorn m�glichst ger�uschfrei verzehrt werden, so dass andere Zuschauer nicht gest�rt werden. Unterhaltungen sollten auch eher vermieden werden oder im Fl�sterton erfolgen.
Beim Benutzen eines Handys gibt es einige Regeln zu beachten. Bei Essensverabredungen im Restaurant sollte das Handy auf lautlos gestellt werden und nur in �u�eren Notf�llen damit telefoniert werden. So ka sich beim Gespr�chspartner entschuldigt werden und das Telefonat vor der T�r oder in einer Besucherfreien Zone angenommen werden. Dabei sollte man darauf achten den anderen nicht zu lange warten zu lassen. Generell wird Telefonieren im Restaurant immer als unh�flich empfunden. Ein klingelndes Telefon ist sowohl bei gesch�ftlichen als auch privaten Terminen st�rend. Tats�chlich sollte die ganze Aufmerksamkeit dem Gegen�ber geschenkt werden. Die Benutzung des Handys/Smartphones gilt somit als achtloses Verhalten und suggeriert, dass das Gegen�ber nicht so interessant ist und der Handybenutzer gelangweilt ist. Au�erdem sollte man das Handy nie zu lange oder gar zu laut klingeln lassen.
Auch in der Arbeitswelt gibt es einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. So sollte man vor dem Betreten eines B�ros anklopfen und erst die T�r �ffnen, we man herein gebeten wurde. Doch we dies nicht der Fall ist, sollte man das Anklopfen wiederholen und danach vorsichtig die T�re �ffnen. Registriert man, dass eine Besprechung oder �hnliches hinter der geschlossenen T�r stattfindet, schlie�t man die T�r leise und wartet vor der T�r oder probiert es zu einem sp�teren Zeitpunkt noch einmal. Selbst bei offenen T�ren ist es �blich aus Freundlichkeit kurz anzuklopfen. Wohingegen in �ffentlichen R�umen beispielsweise vor dem Betreten eines Wartezimmers nicht angeklopft werden muss. Hierbei ist es freundlich die anderen Wartenden zu begr��en. In Gro�raumb�ros entf�llt das Anklopfen. T�ren, die aufgedr�ckt werden, werden vom Rangniederen oder dem Gastgeber ge�ffnet. Letztere gehen durch die T�r und halten den nachfolgenden Herrschaften die T�r auf. Somit geht der Rangniedere als Letzter durch die T�r.
Heutzutage sind B�ror�ume meist offen gestaltet. Schreibtische sind leicht einsehbar und demnach in der Theorie f�r jeden zug�nglich. Ungeachtet dessen hat jeder ein Recht auf Privatsph�re. So ist es zum Beispiel ohne vorherige Aufforderung verp�nt Emails der Kollegen mitzulesen oder aus Neugier zu lange auf ihren Bildschirm zu starren. Auch bei der Suche nach B�routensilien geh�rt es sich nicht die B�roschr�nke und Schubladen der Kollegen zu durchforsten, weil sich hierin auch private Gegenst�nde befinden k�ten.
Die Kleiderordnung in der Arbeitswelt ist je nach Branche unterschiedlich. Sich nicht an die vorgebene Kleiderordnung des Arbeitsgebers zu halten, wirkt sich eher negativ aus. De angemessene Kleidung bedeutet, dass man sein Gegen�ber und die Regeln der Firma respektiert. Jeder Arbeitgeber besitzt das Recht eine Kleiderordnung zu erlassen. Im Kundenverkehr wird meist eine traditionelle f�rmliche Kleidung erwartet, weil man die Philosophie und Leitlinie des Unternehmens gegen�ber dem Kunden repr�sentiert.
In den meisten Unternehmen wird Gesch�ftskleidung (business attire) oder aber B�rokleidung (business casual) getragen. Gesch�ftskleidung ist formeller und setzt sich bei Herren aus Anzug und Krawatte zusammen. Damen tragen einen Hosenanzug oder ein Kost�m mit passender Bluse. B�rokleidung hingegen ist in der Regel nicht allzu f�rmlich und ein Hemd mit einer Stoffhose reicht bei Herren aus. Damen tragen ebenfalls Blusen, R�cke oder Kleider. Meist wird bei B�rokleidung auf Jeans oder Sneaker verzichtet.
Bei neuen beruflichen Kontakten kommt es meist zum Austausch von Visitenkarten. Je nach Situation k�en Visitenkarten zu Begi oder zum Ende eines Gespr�ches ausgetauscht werden. Da es bei der Selbstvorstellung nicht �blich ist seinen akademischen Titel zu neen, ist die Visitenkarte eine geeignete Methode das Gegen�ber darauf hinzuweisen. We man eine Visitenkarte erh�lt, sollte man sich diese in jedem Falle anschauen und im Gegenzug seine eigene Visitenkarte dem Gegen�ber �berreichen. In der Rolle des Gastes �berreicht man seine Visitenkarte zuerst. Bei einer gr��eren Gruppe wird dem Rangh�heren als erstes die Visitenkarte �berreicht. Ist jedoch keine Hierarchie erkebar verteilen sie ihre Visitenkarte der Reihe nach. In jedem Falle sollte beachtet werden, dass man seinem Gegen�ber bei der �bergabe in die Augen sieht und die Visitenkarte nie ungelesen in der Tasche verschwinden l�sst. Bei einer Gruppe von �ber 15 Teilnehmern muss nicht jedem die Visitenkarte �bergeben werden, sondern lediglich den Personen mit denen man gesch�ftlich in Beziehung steht.
Zun�chst einmal sollte man sich dem Anlass entsprechend kleiden und in jedem Falle auf P�nktlichkeit achten. Der Begleitung beim Betreten des Restaurants die T�r aufhalten und dieser eventuell aus dem Mantel helfen. Bei anschlie�enden Ansto�en mit einem Aperitif diesen nie mit zum gedeckten Tisch nehmen. Nicht zu laut sprechen oder lachen. Diese Verhaltensweise k�te vielleicht andere G�ste st�ren.
Die wichtigsten Voraussetzung bei Tisch ist die gerade Sitzhaltung, bei welcher man aufrecht, entspat und ein paar Zentimeter entfernt vom Tisch sitzt. Beim Essen sollten nur die Unterarme den Tisch ber�hren. Ellenbogen auf dem Tisch sind absolut tabu. Sp�testens kurz vor dem ersten Gang sollte die Serviette auf dem Scho� liegen, m�glichst mit der �ffnung nach oben gefaltet. Mit dem Essen wird erst begoen, we der gesamte Tisch sein Essen vor sich hat. We es zu argen Verz�gerungen kommt, sollte man seine Begleitung freundlich auffordern schon einmal mit dem Essen zu begien, damit es nicht kalt wird. Vor dem Essen allen bei Tisch einen ‚Guten Appetit’ w�nschen. W�hrend des Essens sollte man beim jeweiligen Gang das Besteck von au�en nach ien benutzen. Dabei bleibt das Buttermesser immer auf dem Brotteller, der links von einem steht, bleiben. Das Besteck sollte am Griff festgehalten werden. Der Teller sollte nicht zu voll geladen werden. Das Essen sollte zum Mund gef�hrt werden und nicht der Mund zum Essen. Mit vollem Mund geh�rt es sich nicht zu sprechen. Alles was sich au�er Reichweite befindet von den anderen Begleitern geben lassen. Sich quer �ber den Tisch beugen gilt als Fauxpas. Sei das Essen noch so lecker Finger und Besteck sollte nie abgeleckt werden. We man die Bedienung ben�tigt, sollte diese mit einem Handzeichen oder einem ‚Entschuldigung’ benachrichtigt werden. Sofern es sich nicht um ein Nichtraucherlokal handelt, darf nach dem Essen nach der Zustimmung aller Anwesenden geraucht werden. Falls es sich um eine Einladung handelt, freundlich nach dem Zahlen beim Gastgeber bedanken.
Als Gastgeber geh�rt es sich nicht vor den G�sten zu bezahlen. Diese sollen n�mlich nicht mitbekommen was der Abend den Gastgeber gekostet hat. We man mit Kreditkarte zahlt, sollte man das Trinkgeld dem Kellner bar �berreichen. Die H�he des Trinkgeldes sind 10% des Rechnungsbetrages.
We man von jemanden eingeladen wird, geh�rt es sich zu- oder abzusagen. Auf schriftliche Einladungen, sollte man generell auch schriftlich absagen oder denjenigen zumindest anrufen und auch einen triftigen Grund neen warum man die Einladung ausschl�gt. Alles andere gilt als unh�flich. Bei einer Einladung zum Essen oder zum Kaffeetrinken sollte man mindestens zwei Stunden einplanen, wobei man insgesamt maximal drei Stunden bleiben sollte. Beim Abendessen f�llt die Verweildauer beim Gastgeber etwas l�nger aus. Hierbei sollte man mit drei bis vier Stunden rechnen. Mit dem n�tigen Feingef�hl sollte man situationsabh�ngig entscheiden, ob man noch willkommen ist oder nicht. Hat der Gastgeber gerade eine zweite Flasche Wein ge�ffnet hei�t dies sicherlich, dass man noch bleiben soll. We es eine Einladung zum Essen ist, sollte man in jedem Falle p�nktlich erscheinen, damit das Essen wie geplant serviert werden ka. Bei der Zeitangabe lohnt es sich auch auf die Einladung zu schauen ab 21h oder gegen 21h hei�t, dass man ruhig eine halbe Stunde sp�ter kommen ka. Handelt es sich um eine Feier von Freunden ka man meist erscheinen wa man will. We jemand zu sich nach Hause einl�dt, sollte man nie mit leeren H�nden kommen. Ein Blumenstrau� oder eine Flasche Wein sind als Gastgeschenke ausreichend.
In jedem Falle sollte man nach der Benachrichtigung �ber einen Todesfall sein Beileid entweder m�ndlich oder schriftlich ausdr�cken. Dabei sind die h�ufigste verwendeten Beileidsbekundungen: „Herzliches Beileid“ oder „Mein Beileid.“ We man sein Beileid schriftlich ausdr�ckt sollten die Zeilen in jedem Falle selber verfasst werden. Ein vorgedruckte Karte ist demnach tabu. Ein g�ngiger Brauch ist es den Hinterbliebenen neben den Beileidsbrief auch Geld zu schicken. Bestattungen sind eine teure Angelegenheit.
Die Kleidung bei einer Beerdigung sollte in jedem Falle schwarz sein. Zur Not gehen auch dunkle Farben wie dunkelblau. Zur Trauerfeier sollte man etwas fr�her erschein und gen�gend Zeit zu haben sich in der Kirche einzufinden. Die Kirche sollte nach dem Pfarrer und den Hinterbliebenen verlassen werden um diese zum Grab zu begleiten. Man ka auch einen kleinen Blumenstrau� mitbringen und diesen auf den Sarg werfen, we man an der Reihe ist.
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نویسنده: مینا رستمیان